Zelte wurden verbrannt, Pazarkule wurde geräumt: Eine Übersetzung von sendika.org

Original Seite:  https://sendika63.org/2020/03/cadirlar-yakildi-pazarkule-bosaltildi-yunanistan-sinirindaki-multeciler-sessiz-sedasiz-illere-goturuldu-581793/

Zelte wurden verbrannt, Pazarkule wurde geräumt.Die Geflüchtete an der griechischen Grenze wurden heimlich in andere Städte gebracht.
Tausende von Geflüchteten, die etwa einen Monat lang an der türkisch-griechischen Grenz warteten, wurden wegen des epidemischen Coronavirus (Covidien-19) heimlich in verschiedene Provinzen gebracht. Sowohl Griechenland als auch die Geflüchteten beschuldigten die türkische Gendarmerie, an der Grenze Zelte abgebrannt zu haben. Es wurde vorgeschlagen, dass die Geflücheteten in den Rückführungszentren und Unterbringungseinrichtungen von 9 Städten 14 Tage lang unter Quarantäne bleiben sollen.

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20.-21. März 2020 Pazarkule/Evros Tag 21,22

Die Menschen kehren weiter aus Pazarkule nach Istanbul und in die verschiedenen Städte der Türkei zurück.  Wir wissen nicht, wie viele Busse bisher aus dem Grenzgebiet abgefahren sind, aber es heißt, dass drei bis fünftausend Geflüchtete noch dort sind. Einige der Busse schicken die Migranten in die Städte, in denen sie vorher gelebt haben. Aber viele Menschen werden nach Istanbul geschickt, weil es nicht genug Menschen gibt, um einen Bus in die Stadt, in die sie fahren wollen, zu füllen. Unter denjenigen, die nach Istanbul kamen, gibt es Menschen, die schon einmal an ihrem früheren Wohnort waren und die keinen Ort haben, an den sie zurückkehren können, so dass viele Menschen nicht wissen, wohin sie gehen sollen.

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19. März 2020 Pazarkule/Evros Tag 20

Da unsere Rotation nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, bekommen wir nur noch Informationen über Pazarkule von den Geflücheteten, die dort sind. Viele Menschen fahren mit Bussen in verschiedene Provinzen. Die Ankunft der Geflüchteten geht im Istanbuler Esenler-Busbahnhof weiter. Diejenigen, die in Pazarkule bleiben, können nicht einmal ihre Grundbedürfnisse befriedigen. Wir erfahren, dass eine Frau, die sich in der letzten Phase ihrer Schwangerschaft in der Grenzregion befindet, mit Unterstützung der Bürgerinitiativen in Edirne ins Krankenhaus gebracht wurde und um 4 Uhr morgens entbunden hat.

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18. März 2020 Pazarkule/Evros Tag 19

Am Morgen erfuhren wir, dass einige Leute zur Einwanderungsbehörde gebracht wurden, die 4-5 km von dem Gebiet entfernt war, in dem sie an der Grenze festgehalten wurden. Darüber hinaus erklärten einige unserer Freund*innen, die in der Region aktiv waren, dass die Geflüchteten, die zur Einwanderungsbehörde gebracht wurden, kein Geld hatten und Unterstützung für Wasser und Lebensmittel benötigten. Nach Angaben unserer Freund*innen vor Ort waren sie eine Gruppe von 90 Personen und wurden in der Einwanderungsbehörde festgehalten, ohne dass sie die Grundbedürfnisse erfüllen konnten.  Unsere Freund*innen,die die Hilfe leisten wollen, wurden von den Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde an die AFAD(The Disaster and Emergency Management Presidency) geleitet, die sich direkt hinter dem Gebäude befindet. Sie sagten, dass sich im AFAD-Lager eine ganze Reihe von Hilfsgütern befindet.

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15. März 2020 Pazarkule/Evros Tag 16

Zu Tagesbeginn kamen wir an der Tankstelle Uzunköprü Turkuaz vorbei. An der Autowaschanlage der Tankstelle warteten etwa 80-100 Geflüchtete. Wir haben erfahren, dass sie aus Griechenland zurückgedrängt wurden. Es warteten einige Busse, um diejenigen zu transportieren, die nach Istanbul zurückkehren wollten. Während ein Beamter versuchte, sie davon zu überzeugen, im Bus Platz zu nehmen, verteilten zwei weitere Gesundheitsbeamte saubere und trockene Kleidung. Continue reading

13. März 2020 Pazarkule/Evros Tag 14

Heute gab es nur sehr wenige Flüchtlinge auf Karaağaç. Zusätzlich zu der Tagesbeschränkung haben wir erfahren, dass nicht mehr als 200 Personen an einem Tag das Grenzgebiet verlassen dürfen. Ein Grund für diese Beschränkung soll unter anderem darin bestehen, die Anwesenheit von Geflüchteten, die außerhalb der Lager gesehen werden, zu reduzieren und Reaktionen zu verhindern, die aufgrund der Angst vor dem Coronavirus bei der lokalen Bevölkerung auftreten können.

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